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erstellt am 30.03.2011
Kategorie Allgemein

Simone de Beauvoir

Memorien einer Tochter aus guten Hause

Ich lese gerade ein sehr feines Buch aus dem Buchregals meines schlauen Mitbewohners. Simone schreibt über ihre Kindheit und das ist für mich natürlich besonders interessant. Am liebsten mag ich ihre Beschreibung über das Essen. Sie vermittelt dadurch ein wircklich gutes Gefühl für ihre Zeit, als sie ein noch kleines Mädchen war.

"..in der Rue Vavin blieb ich starr vor Bewunderung in den Anblick der transparenten Fruchtpastenherrlichkeiten und des vielfarbigen Blütenflors der sauren Drops versunken stehen. Ich war ebenso begierig auf die Farben, Grün, Rot, Orange und Violett, wie auf das Gaumenvergnügen, das sie mir verhießen. Oft wurde mir das Glück zuteil, das meine Bewunderung in genießerisches Schwelgen einmündete. Mama zerstampfte Pralinen in einem Mörser, sie mischte die körnig-pudirge Substanz mit einer gelben Creme; das Rosa der süßen Füllung stufte sich in erlesenen Tönungen darin ab: ich tauchte meinen Löffel in etwas wie Abendröte."




Soziales Dings
1 Kommentar
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31.03.2011, 00:01
Kommentar von xn
na wenn das hier keine power emanzen auf die palme bringt! Simone beschreibt Törtchenauslagen in höchster Perfektion. Danke Simone! Herrlich! Das politisch unkorrekteste was ich seit langem gelesen habe... Danke dafür. Wie immer.
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