Login
Profile der Autoren
x-hoch-n gefällt mir

Newsletter

RSS


Suche

Impressum

Artikelansicht

« zurück zur Profilseite von egon
« zurück zum Artikelhaufen
erstellt am 24.11.2007
Kategorie Allgemein

Exkremente sind braun und stinken

in meiner schönen heimat wird eine junge frau mit einem hakenkreuz am oberschenkel versehen, als sie ein kleines kind vor einer gruppe rechter jugendlichen schützen will. wird für ihr leben gebranntmarkt, verstümmelt quasi. und bei weitem nicht nur äußerlich. das die hier zu weit gegangen sind, steht ausser frage. die frage, die sich mir stellt ist, wie weit unser protest dagegen gehen sollte. wie und in welcher form müssen wir eingreifen. wollen wir uns wie die bahn von so einer kleinen randgruppe terrorisieren lassen? haut mal auf die kacke! auch wenn es dampft. auch wenn das thema stinkt! es muss runter vom sonntagstisch unserer sanften wohlfühlkultur!
Soziales Dings
46 Kommentare
Schreibe einen Kommentar
24.11.2007, 23:52
Kommentar von egon
davon ist die rede. für den fall, dass ihr das nicht mitbekommen habt
http://www.dradio.de/nachrichten/200711231700/5
24.11.2007, 23:56
Kommentar von soe
tja elias, da hast du dir was vorgenommen.
ich sach jetzt einfach mal: für neonazis ist jede ideologische hilfe zu spät - da kann man nur noch naziaufmärsche verhindern gehen und den jungs ordentlich ihre hässlichen fressen polieren, wenn man ihnen begegnet (merke: nur empfehlenswert, wenn man ihnen zahlenmäßig überlegen ist).
ganz davon abgesehen sollte man sich nicht nur auf die faschospinner konzentrieren, sondern sich auch für rassistische, antisemitische und sexistische (bitte ergänzt mich) tendenzen und strukturen bei den so genannten "normalbürgerInnen" sensibilisieren.

ist das hier eigentlich eine diskussion darüber, welche form der zivilcourage mensch in fällen augenscheinlicher grausamkeit üben sollte oder WANN (in welchen fällen) zivilcourage überhaupt angebracht ist?
das müssten wir erstmal klären, glaube ich.
25.11.2007, 00:03
Kommentar von egon
ich bin für alles offen. auch wenn das ein thema ohne grenzen ist. denn die frage, die sich mir da aufdrängt ist vor allem, wann kann man hilfe als hilfe definieren? ist ein böser blick, eine aufmerksamkeit unter umständen schon eine erste sinnvolle reaktion? ich meine ausreichen kann sie mit sicherheit kaum und ist auch nur eine sehr schwache form des protestes. aber wie in dem beispiel, den aufhänger dieses bloggs, eigentlich eine standardsituation. warum bitte schön müssen sich diese kerle auch an einem kleinen mädchen vergreifen??? ich meine, es waren mehrere mehr oder weniger volljährige typen, die es wirklich offenbar für gerechtfertigt finden, kleine ausländische kinder mit rassistischen angriffen zu bedenken.
laut meinen infos ist das vor einem supermarkt passiert... ein ort, an dem es viele menschen mitbekommen haben sollten, hat es aber nicht. das an sich ist jetzt nicht unüblich. aber um so mehr erschreckend.
ist uns die soziale balance so egal, dass wir in einer gesellschaft leben, in der der grundgedanke von demokratie offenbar gar nicht mehr in den herzen existent ist???
25.11.2007, 00:14
Kommentar von soe
also erstmal: demokratie sitzt nicht im herz, sondern im kopf! ;)
und zweitens: in der soziologie (in der ja für alle noch so abwegigen phänomene immer schlaue neologismen erfunden werden) gibt es das bystander-non-helping-syndrome...das lass ich jetzt erstmal bis morgen so stehen.
25.11.2007, 00:16
Kommentar von egon
was nütz sie uns im kopf, wenn viele so kopflos, hilflos durch diese welt irren? da ist sie im herzen schon besser aufgehoben
25.11.2007, 00:22
Kommentar von soe
elias, du und deine neigung zur metaphorik, tststs!
was hilft sie im herzen, wenn sie da eingefroren ist? ;P
25.11.2007, 00:27
Kommentar von egon
wir wollen uns ja mal nicht zu weit vom thema entfernen... nur soviel dazu, ein herz das schlägt kann nicht gefroren sein.
ich meine, ich finde es eigentlich immer ganz spannend, wenn man diesen leuten eins vor den latz geben kann und den überraschungseffekt auf seiner seite wissen kann. denn das ist der vorteil. viele dieser menschen sind entweder so von sich oder theorie der deutschen arierrasse überzeugt (was mit gesundem menschenverstand nur schwer zu verstehen ist), dass sie schon gar nicht mehr damit rechnen, dass jemand eingreift und das wort erhebt. das sollte man doch unbedingt nutzen. und der schneeballeffekt kann sich richtig großartig ausbreiten. also ich hab das schon recht häufig gesehen. es fehlt einfach die initialzünung. jemand, der mal muff oder maff sagt und schwuppdiwupp sind 3,4,10 menschen da, die nicht nur interesse, sondern auch initiative zeigen. was also hindert uns dran (von der einsamen position gegenüber 20 kurzhaarigen mal abgesehen)???
25.11.2007, 11:18
Kommentar von 666
soe hat mit ihrem ersten post absolut recht. die 'nazis' sind nur ein ausdruck der rassistischen tendenzen unserer gesellschaft. sie sehen zwar aus wie das vordringlichste problem (oder einfach nur wie bauerntoelpel) und sind in den einzelfaellen auch definitiv gefaehrlich. sie sollten uns jedoch nicht darueber hinwegtaeuschen, dass eine gesellschaft wie unsrige mir den bestehenden migrationsgesetzten (etc., pp.) diesen menschen recht gibt.
deshalb nicht (nur) gegen nazis, sondern gegen die BRD!
25.11.2007, 15:20
Kommentar von 666
hier noch ein kleiner nachschlag. zu den verhaeltnissen in der zone, insbesondere mit blick auf die linke szene dort.


http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web53-1.htm

26.11.2007, 11:06
Kommentar von xn
uff. immer druff mit dem ideologischen Krempel? (jetzt gibts ärger...)

muss 666 inhaltlich zustimmen. die frage war nur, wie gegen die männer mit dem schütternen haupthaar und die ganze böse welt? verkriechend? duckend? schlagend?
26.11.2007, 11:23
Kommentar von egon
das ist in etwa ein kritikpunkt, den irgendwie alle haben: dagegen. einfach nur dagegen. aber wie sehen die alternativen aus? wodurch kann man für das andere einstehen? konstruktivität meine herren. und natürlich auch meine damen!
26.11.2007, 12:55
Kommentar von 666
immer um konstruktivitaet bemuehte kritik hat, wie adorno feststellte, einen sehr buregerlichen charakter. kritik, auch ohne konstruktive gegenvorschlaege, ist absolut legitim.
meine konstruktive kritik: kapitalismus abschaffen und dann mal weitersehen. sozusagen revolutionaer-evolutionaerer standpunkt
26.11.2007, 12:59
Kommentar von soe
oh, ich sehe, du hast "kulturkritik und gesellschaft" mittlerweile gelesen?
...so von wegen bürgerliche, immanente, dialektische und *die vierte hab ich vergessen* kritik?

und in diesem punkt, elias, stimme ich vink zu: konsequent "dagegen" ist definitiv ein validerer standpunkt als "gesittet und moralisch einwandfrei irgendwie ein bisschen was zu kritisieren haben"!

26.11.2007, 13:03
Kommentar von egon
ich finde der mensch hat aufgrund seiner spezialisierung einen grad der unbeweglichkeit in bezug auf die evolution erreicht, der schwer auf spontane veränderungen reagieren kann. auch wenn wir uns einbilden, spontan zu sein.
gut dann bin ich eben bürgerlich, denke eben nicht nur nach dem hier und jetzt. klar ist deine kritik konstruktiv, aber bringt sie uns wirklich weiter?
26.11.2007, 13:13
Kommentar von soe
also, nochmal, um etwaige missverständnisse aus dem weg zu räumen: rassismus sind nicht nur die männer mit den lonsdale-jacken und springerstiefeln, rassismus/seximus/antisemitismus steckt in jeder/m von uns und ist somit kein individuelles, sondern ein strukturelles problem.

darum finde ich es selbstgefällig und reaktionär, zu glauben, wenn man nur die glatzen eliminiert habe (wie auch immer), sei deutschland frei von rassenhass und allem damit zusammenhängendem.
neonazis sind keine jungs, die eines morgens aufwachen und ausländer hassen, neonazis sind kinder DIESER gesellschaft - m. a. w.: diese gesellschaft kreiert faschisten.
und um mich vollständig in die radikalität zu bugsieren: wer angesichts des bisherigen beitrages befindet, so schlimm sei das doch alles gar nicht und meine argumentation lediglich die polemik einer postpubertären linksradikalen, der macht sich der komplizenschaft mit den oben genannten strukturellen problemen schuldig.
hough.
26.11.2007, 13:19
Kommentar von egon
wer frei von sünde ist, der werfe den ersten stein (johannes evangelium kapitel 8, vers 7)
26.11.2007, 13:23
Kommentar von soe
eben, es geht hier NICHT um sünde und schuld etc. pp.

...oder was meintest du?
26.11.2007, 13:29
Kommentar von dani
@ soe: meinst du die frage, WANN (in welchen fällen) zivilcourage angebracht ist, wirklich ernst? also entweder kann mein hirn gerade keine situation hervorrufen, in der sie unangebracht wäre, oder es gibt einfach keinen fall. für mich zählt: muss immer sein!

und: strukturelles problem. schön und gut. lässt sich nicht verneinen. allerdings, und damit argumentiere ich bisweilen etwas kryptisch, müssen die lonsdale.springerstiefel.jungs ein enormes maß an dummheit unter ihren glatzen tragen, das alleine schon so erschreckend ist, dass man einfach schnell vergisst, dass das eigentliche problem viel tiefer sitzt. insofern kann ich egons argumentation nachvolziehen. punkt.
26.11.2007, 13:30
Kommentar von dani
sünde? das verstehe ich jetzt auch nicht.
26.11.2007, 13:33
Kommentar von soe
...man DARF es aber nicht vergessen, sonst macht man sich, wie oben beschrieben, der komplizenschaft schuldig!

und natürlich war die frage rhetorisch gemeint und zielte darauf ab, dass nicht nur gewalthandlungen von glatzenspinnern zivilcourage evozieren sollten.
hast ganz recht.
26.11.2007, 13:35
Kommentar von dani
nicht vergessen dürfen. ist klar. aber wohin mit meiner wut? das ist KEINE rhetorische frage.
26.11.2007, 13:36
Kommentar von soe
"den pessimismus organisieren!" (walter benjamin)

(das aber nur als antwortvorschlag)
26.11.2007, 13:40
Kommentar von dani
stellt mich nicht zufrieden! ;-P

ehm, es ist ja auch schwierig, das strukturelle problem anzupacken (aber dazu fehlt mir aber wahrscheinlich einfach jegliches politisches bewusstsein!?), wenn das neonazi-problem einem direkt ins gesicht springt. da sind eben die hässlichen fratzen, die da in rüsselsheim oder timbuktu DIREKT an einem vorbeimarschieren. und man weiß: so darf das nicht sein. auf die fresse! aber gewaltig!! wie also anders anfangen?
26.11.2007, 13:43
Kommentar von soe
ich habe ja nie gesagt, dass "auf die fresse" keine sinnvolle option ist...
für die glatzen kommt jede ideologische hilfe zu spät: die muss frau/man einfach verdreschen bis sie nicht mal mehr in der lage sind, sich ihre weißen schnürsenkel alleine zuzubinden.

aber danach darf man sich eben nicht bequem zurücklehnen und sich selbst bebauchpinseln.
26.11.2007, 13:45
Kommentar von dani
okay, dann stelle ich mich fürs fressen polieren zur verfügung und du organisierst den pessimismus - arbeitsteilung deluxe, würde ich sagen.
26.11.2007, 14:05
Kommentar von egon
gewalt und gegengewalt. ja super. leute rafft ihrs noch? was macht euch zu rettern unserer welt, wenn ihr dafür leute verprügelt. ich bin mir nicht sicher, ob ihr euch der tatsache bewusst seid, dass hinter diesen "fratzen" auch durchaus menschen stecken können. bin grad ein bisschen perplex. wieviele "nazis" kennt ihr persönlich?
fressen polieren mag eine lustige und starke freizeitbeschäftigende symptompflege sein, aber sie bringt in meinen augen nur sehr bedingt was. denn damit verlagert man das problem auf gewalt und gegengewalt, ohne dass die eigentlichen gründe wirklich zum tragen kommen.
ich kenne einige dieser "nazis" und es waren mir mal gute freunde und sind durch ungünstige umstände zu dem geworden, was sie sind. und wisst ihr, was das ist? es ist ein erbärmlicher schrei nach liebe. ja liebe. das was diesen menschen immer so als ganz fern angedichtet wird. boah.
26.11.2007, 14:26
Kommentar von
ich frag mich gerade ein bisschen, woher diese militanten gedanken kommen? sind sie eine kapitulation vor der argumentativen auseinandersetzung? seid ihr der meinung, dass die alle so "strohdoof" sind, dass sie nur die gebärdensprache der tanzenden fäuste verstehen? ist das euer ernst? kann das noch nicht so ganz glauben. sicher, es gibt einige, vielleicht auch viele, die verstehen nix anderes (mehr). aber mir sträuben sich die nackenhaare, wenn ihr stur und steif behaupten wollt, dass drauf hauen das beste mittel der wahl ist. vielleicht hab ich das auch alles grad in den falschen hals bekommen, aber für mich hörte es sich schwer danach an!
26.11.2007, 14:43
Kommentar von xn
Generell "auf die Fresse" finde ich absolut nicht ok. Unterstellen wir dem Nazi Dummheit, so können wir ihn nicht deswegen verhauen, weil er dumm ist. Dann müssten wir ja JEDEN verhauen der etwas sehr dummes macht (welch Vorstellung). Sind Sies nicht, dann eher, aber dann würde ich niemals ausschließen, dass auch argumentativ (d.h. mit einem Problem auseinandersetzen) einiges geht. @soe: Wann also bin ich berechtigt Selbstjustiz, im o.g Sinne, zu üben?
26.11.2007, 15:06
Kommentar von dani
dilemmatisch, das alles. nehmen wir den KONKRETEN fall__das kleine mädchen liegt wimmernd vor supermarkt, während es mit nem stumpfen schweizer taschenmesser das hakenkreuz reingritzt bekommt. du kannst mir nicht erzählen, dass in diesem fall beschwichtigende worte helfen würden. da wäre mein erster impuls: draufkloppen! sorry, is aber so.
26.11.2007, 15:09
Kommentar von soe
who the hell is ??? ?

ich finde es übrigens ausgesprochen arrogant, wenn auf äußerungen (in diesem fall meinerseits) pro gewalt gegen nazis immer so reagiert wird, als sei das unzweifelhaft ein unreflektierter standpunkt.
auf derartige unterstellungen reagiere ich neurotischerweise sehr empfindlich und bitte, selbige zu unterlassen.

elias, ich glaube, du missverstehst mich. ich habe neonazis mitnichten (und durch meine formulierungen - s. o. - habe ich versucht, das zu verdeutlichen) ihre menschenwürde abgesprochen. im gegenteil, ich habe gerade versucht, anzureißen, dass es kein "vergehen", sondern ein sozialstrukturelles problem ist, durch das menschen zu nazis werden - darum auch der ausdruck "für sie kommt jede ideologische hilfe zu spät" (s. o.).

ich weiß nicht, welche kompetenz du mir ob der tatsache absprichst, dass ich keine nazis "persönlich" kenne - ich kenne jedenfalls genügend menschen mit erschreckend rechtsextremem gedankengut und ich war schon auf genügend anti-nazi-demos, bei denen man unweigerlich mit selbigen zusammenstößt.

ich weiß, dass das thema emotional belastend ist, aber wenn wir uns nicht verkrachen wollen, sollten wir uns weiterhin darum bemühen, keine beleidigungen auszutauschen.
26.11.2007, 15:09
Kommentar von egon
in diesem fall ist schon die basis der ganzen diskussion falsch.
das kleine mädchen wurde angegriffen, aber verteidigt durch eine junge frau. diese wurde dann verziert!
gut, klar würde ich da auch dazwischen gehen und drauf hauen. aber davon war glaub ich nicht die rede. ausserdem (wer die nachrichtenmeldung gelesen hat) weiß, dass es nicht nur einer war...
26.11.2007, 15:11
Kommentar von egon
ok, offizielle entschuldigung von meiner seite. hab mal wieder was falsch verstanden
26.11.2007, 15:14
Kommentar von soe
und ich gründe mein plädoyer pro gewalt durchaus auf den konkreten fall, dass eine horde glatzen eineN ausländerIn verprügelt, ein asylantInnenheim anzündet, einen aufmarsch plant etc. pp.
26.11.2007, 15:31
Kommentar von xn
Hatte meinen Einwand NATÜRLICH nicht auf den eigentlichen Beitrag bezogen, sondern allgemein gefragt. Unreflektiertheit hab ich dir auch nicht vorgeworfen, mich würde aber interessieren an was du deine auch sehr allgemeinen Äußerungen zum Thema: "wie gehe allgemein ich mit Nazis" um so festmachst. Mir Arroganz vorzuwerfen, finde ich übrigens für die Diskussion nicht gerade vorteilhaft (sieht man mal vom provokanten ab, Konstruktivität s.o. etc.), zumal du mich missverstanden hast.
26.11.2007, 15:34
Kommentar von soe
@xn: lustigerweise meinte ich gar nicht deinen eintrag, sondern den von ??? (es sei denn, DU bist ???).
deine anmerkung zur selbstjustiz finde ich sogar recht interessant: nur, wie grenzt du sie definitorisch von zivilcourage und wehrhaftigkeit ab?
26.11.2007, 15:52
Kommentar von xn
Nein die 3 Fragezeichen bin ich nicht :)

Ich hab doch gefragt... Um mal ab Beitrag zu bleiben: Ich würde auch diesen Nazis nicht aufs Maul hauen (auch kein Gespräch anfangen) sondern andere Hebel der Zivilcourage wählen. z.B. Flyer, Plakate drucken u.ä. und natürlich Hilfe holen. (Vielleicht bin ich auch feige, würde in dem Fall auch gerne gewalttätig werden wollen.)

Mit Zivilcourage assoziiere ich zuerst die klassischen Pflichten einer aufgeklärten Gesellschaft frei nach dem alten Grundsatz: Was du nicht willst, was man dir tu... Wehrhaftigkeit ist für mich eher mit Gewalt verbunden und widerspricht meinem aufgekärten blabla :) Will sagen: Da hätte ich es verstanden wenn draufgehauen worden wäre. MEIN Ansatz wäre es nur nicht gewesen und auch generell würde ich eher denn gesitteten gehen. Ich kleinbürgerliche Sau, ich!
26.11.2007, 16:54
Kommentar von 666
zivilcourage. geiles wort. und die aktionen die sich dahinter verstecken sind immer so herzallerliebst. wie damals anfang der 1990er jahre als ALLE auf der strasse standen, ein lichtlein anzuendeten und gegen nazis waren. beim naechsten rassistischen artikel in der bildzeitung dachte sich dann ein grossteil dieser menschen: "hab ichs doch gewusst, die auslaender". da fand ich die zivilcourage von force inc. und den technojungs viel schoener - mit titeln wie "destroy deutschland", "hetzjagd auf nazis" etc. (einfach mal draufgekloppt, so rin in den diskurs) was ich damit sagen will, ist dass eine staatlich organisierte zivilcourage, oder eine unreflektierte und somit nicht auf fundamentaler kritik des kapitalistischen systems fussende im grunde nur zur reproduktion und festigung einer spezifischen gesellschaftlichen mentalitaet beitraegt. da ist mir, obwohl ich ueberzeugter pazifist bin, die gewalt gegen diese menschen doch lieber. damit ist das problem zwar nicht geloest, aber breit verstandene selbstverteidigung legitimiert einiges.
worauf ich desweiteren hinaus will. zivilcourage beginnt nicht beim blutenden maedchen vor dem supermarkt. sondern beim abgeschobenen asylanwaerter, staatlicher verkostung von asylanten, aussschliessenden arbeitsgesetzten, etc. pp. das gesamte system der BRD ist gegenueber fremden negativ eingestellt (klar gibt es da noch unterscheidungen, denn sobald weiss, maennlich und aus einem westliche land, dann gut). das beginnt schon mit dem blutsrecht. dagegen gehoert sich zivilcourage oder auch entlegitimation und sturz
27.11.2007, 09:26
Kommentar von soe
piotrulek, du solltest wissen, dass ich unter zivilcourage ein bisschen mehr verstehe als "lichterketten für den frieden" anzuzünden...

ich glaube, ich setze das geniale horkheimer-zitat wieder auf meine seite: "wer vom kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom faschismus schweigen."
(max: eins plus, setzen!)
27.11.2007, 10:45
Kommentar von 666
dies war eher die reaktion auf Xn's aufruf zum plakate und flyer drucken.
also, liebe soe, mit dir bin ich sozusagen fast vollkommen d'accord.
01.12.2007, 13:20
Kommentar von soe
hier passiert ja gar nix...sind alle schon zufrieden mit den jeweiligen diskussionsergebnissen?!?!
01.12.2007, 18:21
Kommentar von egon
nee gar nicht!
habe aus verlässlicher quelle erfahren, dass es in mittweida zu ziemlich fiesen randalen der linken gekommen ist. aber nicht die heimischen, sondern von auswertig zusammen getrommelten prügeltrupps. wirft auch auf die stadt ein sehr gutes bild. die menschen scheinen sich -zumindest ein wenig- zu bewegen in mittweida. es gibt so einige aktionen und demonstrationen und apelle der honoratioren der stadt...
03.12.2007, 10:42
Kommentar von egon
habe in meinem bereich mal einen aktuellen in der heutigen süddeutschen zeitung zu findenden artikel in meinem bereich hochgeladen und würd mich freuen, damit die schlummernde diskussion wieder ein wenig zu motivieren!!!
03.12.2007, 15:04
Kommentar von xn
Hier mal der direkte Link zu Egons Dateien:
http://www.x-hoch-n.de/index.php?show=section§ionid=egon&showlabel=files

Finde es "interessant", dass die Fandungsfotos über der Beschreibung für Mülltrennung hängen. Sehr schöne Analogie. Auch nicht schlecht, die Webcam auf dem Markt wird laut http://www.mittweida.de aufgrund des Weihnachtbeschmückungen abgeschaltet. Ein Schelm wer schlechtes denkt. Würde jetzt gern in Mittweida sein und mithelfen, damit dieser hecktische Aktionismus ein dauerhafter wird.
20.12.2007, 00:00
Kommentar von xn
habe heute übrigens in der taz gelesen, dass sich das mädchen nun doch die wunden selbst zugefügt hat. das hätte das neuste gerichtsmedizinische gutachten ergeben. unstrittig ist aber immernoch, dass das mädchen dem kind geholfen hat.
20.12.2007, 09:18
Kommentar von egon
http://www.x-hoch-n.de/section/egon/5721-SKMBT_C35207122010050.pdf
da muss ich dir widersprechen, xn
das kind, das man ausfindig machen konnte, hätte wohl ausgesagt, da gewesen zu sein. fragt sich nur nach dem beweggrund. denn die familie war nach sz angaben gar nicht an besagtem tag da. fragt mal ein kind, was es vor 2 oder 3 wochen gemacht hat...
nun ja, man weiß es nicht!
01.01.2008, 19:54
Kommentar von egon
Die aktivsten Autoren:
infrarouge
egon
ich bins
Jule
lydi
lydi
WHO WE ARE
Rike
Homo faber
xn
Weitere Autoren:
babs @ x-hoch-n
babs
ich bins
Driz
spallanzani
elli
ich bins
iZac
ich bins
jane
ich bins
kb
liebe!
soe
drum singet ihr
supf
ich bins
sus
ich bins
talu
Gerade ist keiner online.
Hmpf, heute war noch niemand eingeloggt!