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erstellt am 02.12.2007
Kategorie Allgemein

moderne sklaven

früher war die menschheit immer noch so clever und hat andere menschen und tiere versklavt. heute, tausend jahre nach den großen reichen sind wir offenbar nicht mehr in der lage, uns selbst da raus zu halten. manche nennen es sex, andere wohlstand, zukunftssicherung, vor unser geistiges auge projezierte und eingebrannte dogmen und regeln; angst soll auch dabei sein. vielleicht engen uns auch die unendlich vielen möglichkeiten ein... eine gesellschaft in ketten. untereinander angekettet und dabei doch so frei wie nie. nur die tiere, die sind immer noch unsere sklaven. und natürlich wir selbst. wie kommen wir frei? wer hilft uns zum simson zu werden und mit unbegreiflicher kraft gedankengebäude einzureißen? was ist in euern augen die größte geißel, die engste fessel unserer zeit?
Soziales Dings
25 Kommentare
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02.12.2007, 21:23
Kommentar von egon
macht kaputt was euch kaputt macht!!!
http://www.spreeblick.com/2007/11/30/1970/
das original
03.12.2007, 12:17
Kommentar von dani
ton steine scherben - volksmusik im revolutionären gewand. aha. das problem dann am schluss: "unsere gesellschaft schluckt alles. auch das lied, mit dem sie selber abgeschafft werden soll."
hat sich das seitdem geändert? nein! aber stimmt schon: die fesseln ziehen sich enger zu. was für fesseln? och, da gibt es so einiges. fängt schon beim morgendlichen gang zur toilette an - falls man den wecker überhaupt gehört hat.
09.12.2007, 14:24
Kommentar von soe
hieß der nicht samson? und hat ihm die tussi dann nicht seinen bart abgeschnitten und dann war er impotent?

außerdem ist es per definitionem unmöglich, tiere zu versklaven (siehe hierzu: marx, k. "warum der esel keinen mehrwert schafft"). aber dasja nur ein unbedeutender nebenaspekt.
09.12.2007, 18:22
Kommentar von egon
also je nach übersetzung hieß er simson oder samson und hatte mit impotenz sicher nix zu tun. er hat einfach seine übermäßige kraft verloren, nachdem ihm seine frau oder geliebte das haupthaar abgeschnitten hat... um sie dann nach seiner festnahme noch ein letztes mal zu bekommen und das gebäude, in er sich befand einzureißen. danach war er frei. aber auch mausetot
09.12.2007, 21:42
Kommentar von soe
elias, was du schon wieder denkst! impotenz natürlich nur im eigentlichen wortsinn als synonym für kraf- respektive machtlos...
tststs, männer...die denken echt nur an das eine...
09.12.2007, 21:46
Kommentar von egon
dat tut ja hier nix zur sache. back to topic :)
09.12.2007, 22:06
Kommentar von soe
ähm, dani, ist das zitat da oben von adorno oder so?
klingt auf jeden fall nach kritischer theorie, irgendwie.
09.12.2007, 22:10
Kommentar von soe
"untereinander angekettet und dabei doch so frei wie nie"
wie meinst'n das?
09.12.2007, 22:15
Kommentar von egon
die verzahnung in unserer gesellschaft wird immer größer. wir binden uns sehr stark aneinander, jedoch nicht so, wie man es vielleicht erwarten würde. ich finde, dass netzwerke heute fast wichtige denn je sind. und dabei wird doch soviel individualismus prognostiziert. in kombination so überhaupt realisierbar?
09.12.2007, 22:21
Kommentar von soe
ich glaube, ich kann über solche themen nicht elementardiskursiv diskutieren, weil ich diesbezüglich immer automatisch eine sozialtheoretische perspektive einnehme. wäre bei dir ungefähr so, wie wenn ich eine diskussion über die ästhetik von feinstaubfiltern anregen würde...

die von dir genannten phänomene sind meines erachtens absolut korrekt, gehören aber nicht zur selben theoretischen ebene.
ach herrje, ich rede schon wieder so geschwollen...
09.12.2007, 22:23
Kommentar von egon
wie wäre es denn mal mit einem eigenen diskussionvorschlag als neuem bloggbeitrag`?
09.12.2007, 22:25
Kommentar von soe
neinnein, ich finde das thema schon interessant (logisch, schließlich interessiere ich mich primär für kollektivpsychologische phänomene), aber ich fürchte immer, dass meine beiträge belehrend daher kommen, wenn ich zu abstrakt argumentiere...
09.12.2007, 22:28
Kommentar von egon
mach nur, du redest ja hier nicht mit mir, sondern eigentlich mit allen.
09.12.2007, 22:30
Kommentar von soe
...naja, aber wer liest'n das schon?
mal realistisch gesehen? :)
09.12.2007, 22:32
Kommentar von soe
also, denn man tau:
worum geht es in diesem blog?
um freiheit?
09.12.2007, 22:44
Kommentar von soe
also, wenn ich mich nur auf die letzte frage deines ersten eintrags beziehen sollte, würde ich sagen:
die umstände, die uns zu sklaven machen/ die unentrinnbare falschheit des lebens in der gegenwärtigen prodktions- und somit gesellschaftsform (kapitalismus)

die zugehörigen erklärungen sind allerdings ein wenig ausufernd...
09.12.2007, 22:55
Kommentar von dani
klingt nach kritischer theorie__so wie alles, was den "modernen" menschen in seinem versagen betrifft. worum es hier geht? wenn nicht um versklavung, dann in der kehrtwende wohl annähernd um freiheit. wie würden VON SPAR singen? "richtig, der ruf von wahnsinnigen, unhaltbare pläne. die kühlsten ey, die man erdenken kann...der kampf gegen den zweck, das recht auf dummheit...." so sieht's ma aus. genau!
09.12.2007, 22:59
Kommentar von soe
neinneinnein!
mit versagen hat das nichts zu tun, jedenfalls nichts mit individuellem.

ich kann leider nicht über die verschiedenen freiheitsbegriffe bei hegel oder anderen philosophen referieren, aber bei dem begriff freiheit assoziiert mein soziologie-konditioniertes großhirn sofort gesellschaftssysteme.

es geht hier nicht darum, dass wir uns für das "falsche" entscheiden, sondern darum, dass uns entscheidungsspielräume fehlen. und das ist - wie immer in meinen argumentationen, ichweißichweiß - strukturell bedingt.
09.12.2007, 23:00
Kommentar von dani
strukturell __ welch schönes wort.
10.12.2007, 09:05
Kommentar von soe
nicht wahr?

das tolle ist, man kann es auf praktisch alles anwenden. mein favorit: "habitus sind strukturierte strukturen, die als strukturierende strukturen funktionieren."
10.12.2007, 13:44
Kommentar von soe
(übrigens sind sex und wohlstand naturnotwendigkeiten, die den menschen zeit seiner existenz begleiten werden.)
11.12.2007, 23:11
Kommentar von egon
in der art wie sex inzwischen eingesetzt wird find ich es schon eine geißel bzw fessel. die sucht danach sexy auszusehen und sich in allen lebenslagen als solches zu präsentieren. das engt ein. für viele ist auch pornographie eine sucht. und ich denke auch eine nicht zu unterschätzende sucht. ich weiß nicht, ob es das in der form schon immer gab. vielleicht ist es einfach nicht so deutlich an die öffentlichkeit getreten und gab es dennoch die ganze zeit. wer weiß. ich denke trotzdem, dass es eine fessel unserer welt ist. vielleicht nicht nur unserer zeit, aber doch eine fessel...
12.12.2007, 00:20
Kommentar von soe
ich würde erstens nicht von sucht, sondern von zwang sprechen. (wie immer eigentlich. ;))
und zweitens ist trieb in seiner primären form (der sexualität) definitiv eine menschliche konstante. (das lässt sich beispielsweise daran festmachen, dass prostitution das älteste gewerbe ist.)
insofern war es mit sicherheit schon immer ein zwang, sexuell attraktiv zu sein (in welcher hinsicht auch immer), ganz unabhängig von allen anderen umständen (atomkrieg und pestepidemien mal ausgenommen).
und dass pornografie eine sucht sein kann, ist fast schon banal...schließlich hat praktisch alles (von den bauklötzchen bis zur morgenzeitung) suchtpotenzial. und pornografie hat immerhin keine schädlichen nebenwirkungen...
vielleicht missverstehe ich dich auch, aber vielleicht wäre es hilfreich, wenn du nochmal explizieren könntest, in welcher hinsichsicht du gerade in der "heutigen zeit (was ja impliziert: mehr denn je)" sex als fessel siehst.
12.12.2007, 09:34
Kommentar von egon
ich denke einfach, dass sich die zeiten insofern geändert haben, dass sexualität nicht mehr nur für den unmittelbar interessanten umkreis von bedeutung ist, sondern mehr oder weniger global zu vermarkten ist. natürlich ist es ein trieb, einer, der mir um ehrlich zu sein von zeit zu zeit schon sehr auf sack geht, im wahrsten sinne des wortes. die überbewertung dieses triebs führt so häufig zu fehlinterpretationen und missverständnissen. weiß nicht, wie ich es noch beschreiben soll. es gibt sehr viele menschen, die einfach nur noch ihre erotische ausstrahlung im kopf haben, dass alles andere darunter verloren geht. sie sind wie gebannt, wie verblendet. eine fessel eben...

und das mit den schädlichen nebenwirkungen glaub ich nicht unbedingt. es macht einen emotional ziemlich kaputt glaub ich. aber das ist eine sache, auf die ich eigentlich nicht so hinaus wollte...
12.12.2007, 09:47
Kommentar von soe
okayokay, nicht, dass wir uns am ende noch in einem nebenarm des eigentlich bedeutenden themas verlieren...mir scheint einfach, dass es hier um etwas anderes geht als "sex(ualität)" und das wollte ich irgendwie herauskitzeln. ist mir nicht gelungen. naja.
vielleicht liegt der schlüssel in dem von dir in einem nebensatz positionierten wort "vermarkten", denn dass sexualität teil dessen ist, was der vermarktbarkeit sukzessive anheim fällt, ist nun kein geheimnis.
aber auf den kapitalismus werde ich NATÜRLICH! ;) im verlauf dieser diskussion noch oft genug zurück kommen.
be scared! ;)
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