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erstellt am 09.02.2011
Kategorie Fernreisen

Disneyland of Education [oder] Diffuse Unsicherheit

Diesen Artikel habe ich im April 2009, kurz nach meinem Besuch in Oxford, geschrieben und wegen seiner unklaren Aussage (und meiner Unfähigkeit mich besser auszudrücken) damals nicht veröffentlicht. Da dieser Blog aber immer mehr zu einem Blog ohne klare Aussage wird, steht dieser jetzt nichts mehr entgegen ;-).
Wie einige wissen von euch wissen, haben
Rike und ich damals in London gewohnt. Am Wochenende sind wir öfter ins Umland gefahren.

Vor einigen Wochen habe ich Cambridge besucht, diesen Ostermontag vor 3 Wochen am Ostermontag dieses Jahr im April 2009 am Ostermontag war ich 2ten Hort der Eliteausbildung Englands: Oxford. Die Fahrt mit dem Zug von London Paddington dauert nur 50 Minuten und kostet insgesamt 9 Pfund (ca 11 €) für die Hin- und Rückfahrt (Preisvergleiche mit der Deutschen Bahn verursachen seitdem immer häufiger Magenkrämpfe).

Ich will mich kurz fassen. Oxford ist traumhaft und zum neidisch werden. Die unzähligen Institute der Universitäten, Buchhändler (die nicht nur Romane der Bestsellerlisten verkaufen), schmale Gassen, die vielen idyllisch gelegen Villen am Stadtrand und die vielen Parks machen Oxford zu einem der "schönsten" Städte die ich in England bis jetzt gesehen habe. Verschwendungssüchtig wird hier das angeboten, was sich eben in 700 Jahren an geistigen und auch materiellen Reichtum allerfeinster Ratatäte so ansammeln kann.

Natürlich sind da auch noch andere Touristen. Überall Besuchergruppen (mit oder ohne "tourist guide") die makellos gepflegte Rasenflächen (2 farbig mit Rasenkante), botanische Gärtchen und Cafés in bester englischer Tradition besichtigen. Es wirkt würde Oxford einer der Städte sein, die nach Sehenswürdigkeiten abgehackt werden müssen. Dabei ist diese Stadt so viel mehr! Haben die Anderen nichts davon mitbekommen, dass man hier anders als in all diesen herausgeputzten Touristenstädten irgendwie ausgeschlossen bleibt? Dass diese Stadt nicht nur vom vergangenen sondern auch vom gegenwärtigen Ruf lebt? Oder hatte nur ich das Gefühl hier vielleicht etwas verpasst zu haben? Wer nicht schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben sollte in Oxford zu studieren (schon wegen des Namens), den sind diese Gefühle wahrscheinlich fremd. In dieser noblen Stadt, die sich mit ganzer Kraft gegen den Zeitgeist der Konsumrauschs zu stemmenden scheint? Warum habe ich bei meinem Besuch gerade zu Erleichterung festgestellt, dass auch es auch hier eine Commercial Road gibt? Die Straße ist zwar etwas nobler, aber es sind doch genug Geschäfte versammelt um keine materiellen Wünsche offen lassen.

Dass diese Stadt ihren Ruf ihren berühmten Absolventen verdankt, werde ich als Besucher phantasieren müssen. In Oxford möchte jeder etwas vom Weltruhm abhaben, nicht zuletzt auch ich als Besucher. Ich will irgendwie dazu gehören und ahne, dass hier Eitelkeit nicht nur innerhalb der Universitätsmauern zu finden sein wird.

In dieser Stadt habe ich seit langen, wieder meinen Lebensentwurf (huch, welcher Entwurf denn!?) in Frage gestellt. In dieser Stadt liegt etwas in der Luft, gegen das ich mich kaum wehren konnte und nicht einmal richtig zu beschreiben weiß. Diese Stadt wühlt auf, bis der Bahnhof wieder in Sichtweite ist.
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